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Archiv für die Kategorie ‘Spiele’

Kinect ist da!

9. Juli 2011 Keine Kommentare

Haha, Kinect ist schon ewig da, ich weiß. Ich habe es aber erst jetzt so richtig mit über zehn Spielen getestet. Niemand sollte sich von diesem Artikel neue Infos oder Erkenntnisse erhoffen, ich blogge meine Kinect-Eindrücke aber trotzdem. Ich finde Kinect nämlich ziemlich cool.

Klar, einige Spiele sind richtiger Schrott und die typischen Schnellschüsse, die pünktlich zum Launch in die Regale gekippt wurden. Der Hardware kann man das freilich nicht vorwerfen, denn bei den guten Spielen zeigt sich, dass Kinect funktioniert und – viel wichtiger – Spaß macht.

„Kinectimals“, Microsofts „Nintendogs“ mit wilden Katzenkindern, ist zum Beispiel schön und sympathisch gemacht. Hätte man mir das als Kind vorgesetzt, wäre ich wohl angemessen ausgeflippt. Auch „Dance Central“ von Harmonix ist super und mit seiner präzisen Erfassung verschiedener Körperpartien ein prima Beleg dafür, wie gut die Technik funktionieren kann. Und nach einer Runde „Kinect Sports“ mit meiner Freundin hat sich zwar gezeigt, dass man mit zwei Kinect-Spielern schon ordentlich Platz im Wohnzimmer braucht. Es hat uns aber auch unheimlich gut unterhalten.

Nun kann man sich als Hardcore-Gamer munter darüber aufregen, dass Bewegungen manchmal verzögert umgesetzt werden. Oder auch mal gar nicht. Das bremst die übliche Jagd nach dem nächsten Highscore, nach einer fehlerfreien Performance. Man kann derlei kleine Macken aber auch einfach akzeptieren, Spaß haben und anerkennen, dass hier eine Controller-Vision verwirklicht wurde, die – mich – mehr beeindruckt als einst Nintendos Wii oder auch PlayStation Move.

Bleibt das Problem, dass Xbox 360 über Jahre als Plattform für Spieler vermarktet wurde, die genau solche Sachen wie Kinect ablehnen: Was soll das schon mehr sein als Fuchtel-Quatsch mit Casual-Spielchen? Im Prinzip kein Problem, wendet man sich eben an neue Zielgruppen – die „Nintendogs“-Kids, die Familien. Die wiederum haben aber eventuell schon eine Wii oder sehen nicht, warum sie nun eher zum vermeintlichen Nachahmer Kinect greifen sollten, der dann auch noch teurer ist.

In den Massenmarkt wird Microsoft das Ganze wohl nur noch drücken können, wenn der Preis, der vielerorts schon unter 100 Euro gefallen ist, weiter nach unten geht. Und wenn sich zu den paar gelungenen Kinect-Frühwerken weitere Hochkaräter gesellen. Core-Gamer hin oder her, ICH würde sie spielen.

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Ein fiktives Gespräch

7. Mai 2010 Keine Kommentare

Entwickler E stürzt ins Büro von Entscheider A.

E: „Das Spiel ist quasi fertig und auch ganz prima, aber irgendwie hat’s noch die Torwart-KI zerschossen. Die machen manchmal total blödes Zeug!“

A: „Das ist aber schlecht jetzt. Die WM geht doch bald los. Das Spiel muss in die Läden. Wir schieben einen Patch nach.“

E: „Aber…“

A: „Oder noch besser: Wir machen einfach gar nichts. Dann haben wir schon ein tolles Feature für den Nachfolger – intelligente Torhüter. Ha!“

E: „Aber!?“

A: „Nix aber. Es war schon schwer genug, die spielbaren Ladepausen in letzter Sekunde noch durch Standbilder zu ersetzen.

E: „Warum haben wir das gleich noch mal gemacht?“

A: „Ich muss weg. Will heut noch ein Entwicklerstudio abwickeln.“

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Kurztest: PSP Go

28. Oktober 2009 Keine Kommentare

Meine dritte PSP. Gefühlt war ich der einzige Mensch, der sich ernsthaft auf die Go gefreut hat. Ja, ich finde den Verzicht auf einen physischen Datenträger zeitgemäß und das Gerät schick, toll verarbeitet und großartig bespielbar.

Ebenso ist die PSP Go aber auch zu teuer, kommt im Hinblick auf den Lebenszyklus der Plattform spät und kann für Besitzer eines Vorgängermodells ein Schlag ins Gesicht sein – denn die einst angekündigte Download-Option für bereits erworbene UMD-Titel gibt es nicht. Wer sich mit seiner alten PSP in den PlayStation Store einloggt, darf sich anschließend aus einer Liste an gut 15 (Sony-)Spielen einmalig drei Titel kostenlos auf die Go laden – das war es dann an Entschädigung.

Lässt man diesen unglücklichen Umstand außen vor, ist die PSP Go prima: Selbst im diesbezüglich oft rückständigen Deutschland ist das Download-Angebot groß, aktuell gibt es einige attraktive Neuentwicklungen und auch die PSP minis – „kleine“ Spiele für wenige Euro – sind teilweise sehr gelungen.

Mein Fazit nach den ersten Wochen: PSP-Erstkäufer holen sich eine Go, hoher Preis hin oder her. Screen, Design und Ergonomie sind fein – die oft gehörte Kritik über die Schultertasten kann ich nicht teilen. Als Besitzer eines vorherigen PSP-Modells sollte man entweder Fanboy sein und/oder akzeptieren wollen, einige der bisher gekauften UMD-Titel nun eben nicht auf der Go spielen zu können.

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