Musikspiele mag ich. Auf DJ Hero hab ich dennoch nicht unbedingt gewartet. Von Turntablism weiß ich ziemlich wenig und nach Gitarre und Schlagzeug wollte ich auch nicht unbedingt noch einen Plastikkrachmacher lernen. Aber nun steht das Renegade-Deck auf dem passenden Pult hier und ich kann die Finger nicht davon lassen. Um es kurz zu machen: DJ Hero bietet überwiegend fantastische Mixes und einen prima Controller mit tollem Spielgefühl – das Ganze beeindruckt mich persönlich mehr als die letzten Guitar Hero- und Rock Band-Episoden. Ja, es ist nicht billig, aber wer das etwas andere Musikspielerlebnis sucht – hier ist es. Anbei ein kleines Video vom Wochenende – für die Zuschauer, die sich so gar nicht vorstellen können, was man in DJ Hero macht.
Meine dritte PSP. Gefühlt war ich der einzige Mensch, der sich ernsthaft auf die Go gefreut hat. Ja, ich finde den Verzicht auf einen physischen Datenträger zeitgemäß und das Gerät schick, toll verarbeitet und großartig bespielbar.
Ebenso ist die PSP Go aber auch zu teuer, kommt im Hinblick auf den Lebenszyklus der Plattform spät und kann für Besitzer eines Vorgängermodells ein Schlag ins Gesicht sein – denn die einst angekündigte Download-Option für bereits erworbene UMD-Titel gibt es nicht. Wer sich mit seiner alten PSP in den PlayStation Store einloggt, darf sich anschließend aus einer Liste an gut 15 (Sony-)Spielen einmalig drei Titel kostenlos auf die Go laden – das war es dann an Entschädigung.
Lässt man diesen unglücklichen Umstand außen vor, ist die PSP Go prima: Selbst im diesbezüglich oft rückständigen Deutschland ist das Download-Angebot groß, aktuell gibt es einige attraktive Neuentwicklungen und auch die PSP minis – “kleine” Spiele für wenige Euro – sind teilweise sehr gelungen. Über die großen aktuellen Titel wie “Gran Turismo”, “GTA” und “MotorStorm” berichtet ja eh jede Wald-und-Wiesen-Website, darum werde ich in den nächsten Tagen mal ein paar Zeilen zu empfehlenswerten minis verfassen.
Mein Fazit nach den ersten Wochen: PSP-Erstkäufer holen sich eine Go, hoher Preis hin oder her. Screen, Design und Ergonomie sind fein – die oft gehörte Kritik über die Schultertasten kann ich nicht teilen. Als Besitzer eines vorherigen PSP-Modells sollte man entweder Fanboy sein und/oder akzeptieren wollen, einige der bisher gekauften UMD-Titel nun eben nicht auf der Go spielen zu können.
Auf Weltreise mit Nathan Drake. Gut zehn Stunden spielbarer Hollywood-Bombast.
Pausenloses “Wow!” und “Bumm”, das auch außerhalb des Zuglevels meist auf Schienen fährt. Allerdings sind die Kulissen meist so wunderhübsch, dass man gar nicht dahinter schauen mag, und sich berauscht durch die suggeriert weite Welt treiben lässt. Ein bisschen Indy hier, ein bisschen besseres Tomb Raider dort, zusammengehalten von einer augenzwinkernd reißerischen B-Movie-Geschichte mit geschätzten Schätzen, bösen Bösen und schönen Schönheiten.
Von vorne bis hinten digitale Champions League, nur das Finale ist ein kleiner Stolperer in die Kreisliga. Kreisliga B eigentlich sogar. Aber im Gedächtnis bleibt eine geile Zeit.
Okay, zur Feier des Tages noch eine sehr erfreuliche News aus der wunderbaren Welt der Videospiele. Eins der besten Lieder aller Zeiten hat es endlich in ein Musikspiel geschafft. Inklusive digitalem Nachbau des Sängers und Gitarristen. Ach Kurt…
Mal wieder Zeit für einen dezenten Hinweis auf ein tolles Spiel. Erscheint dieser Tage in den USA, Ende September in Deutschland. Für Nintendo DS. Bitte kaufen. Danke.