Da sitze ich nun wieder im elterlichen Haus. In meinem alten Zimmer mit all den SNES-Spielen, den PlayStation-Perlen aus den 90ern und dem Flachbild-TV, den ich in einem bedenklich dekadenten Ausbruch hier vor einiger Zeit mal installiert habe, um auch bei den zwei bis fünf Heimatbesuchen pro Jahr bloß nicht vor einem Röhrenfernseher sitzen zu müssen. Kommt mir mittlerweile selbst ein wenig unnötig vor. Aber jetzt steht er ja schon hier.
Nach feinem Fresschen mit Eltern und meinen Schwestern liegen nun nur noch wenige Stunden zwischen mir und den Weihnachtsgeschenken, die ihrerseits wiederum unter dem traditionell mit einer sagenhaften Mischung aus Routine und Hingabe geschmückten Weihnachtsbaum liegen. Danach wird noch schnell im Schweinsgalopp die Verwandtschaft mit meiner Anwesenheit beglückt, alten Freunde zugeprostet und dann geht’s auch schon wieder nach Köln. Diese gar nicht mal so schöne Stadt, die mir beruflich nicht viel Glück gebracht hat. Privat hingegen umso mehr, schließlich hab ich dort meine Freundin gefunden, die ich wie meinen Augapfel hüten und im Januar mit nach Hamburg nehmen werde. Ja, es ist wieder Hamburg angesagt!
Um das Jahr in Köln noch ein wenig aus professioneller Sicht zu bilanzieren: Ich kann meinem dortigen Job zusprechen, lukrativ sowie in vielerlei Hinsicht fordernd und lehrreich gewesen zu sein.
Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen, ist es letzten Endes aber unendlich frustrierend, über Monate seine gesamte Energie für etwas aufzuwenden, das Leute, auf deren Support man angewiesen ist, nicht interessiert. Scheinbar beschlossene Pläne einfach sterben zu sehen, weil Notwendigkeiten nicht erkannt werden. Ach, ich höre besser auf, sonst schreibe ich mich hier nur in wenig weihnachtliche Rage.
Und es spielt ja auch keine Rolle mehr. Schließlich steht für mich schon ganz bald eine neue Aufgabe an, auf die ich mich wirklich freue! Mit tollen Leuten für ein tolles Produkt! Und das dann auch noch in der vermutlich besten Stadt der Welt. Oder zumindest Deutschlands.
Zu mehr Text reicht die Kraft jetzt nicht mehr, die Bahnreise nach Hause war ein echtes Abenteuer, aber das war am 23. Dezember ja klar. Wenn die Bahn nicht so ein leichtes und beliebtes Ziel wäre, könnte man wunderbare Blog-Einträge über sie verfassen.
Ich wünsche allen Lesern ein frohes Fest, einen guten Rutsch und ein 2011, das so gut wird, wie ich es bei mir gerade glaube.